Mini-ABC

Das kleine ABC der Bühler Ministranten
– wichtige Begriffe zur Heiligen Messe –
Altar: Im Christentum ist der Altar ein
tischartiger Aufbau als Abbild des
Abendmahltisches. Um ihn versammeln
sich die Christen, um Jesu
Kreuzestod und seiner Aufers
tehung im Mahl zu gedenken.
Bußakt: Ein Teil des Wortgottesdienstes
zur Besinnung und Sammlung auf den
Gottesdienst. Im Bußakt bitten die
Gläubigen Gott und einander um
Vergebung für ihr Versagen, ihre
Fehler und Versäumnisse. Sie folgen
damit der Aufforderung Jesu, sich zu
versöhnen, ehe sie ihre Gabe zum
Altar bringen.
Chrisam: (gr. Chrisma = Salbung)
Ein Salböl, das aus Oliven und Bals
anbereitet und vom Bischof in der
Missa Chrismatis (am Gründonnerstag)
geweiht wird. Es wird verwendet
für die Salbung bei Taufe, Firmung,
Diakonen-, Priester-, Abt-,
Bischofsweihe; ferner bei der Weihe
von Altären, Kirchen, Glocken und
liturgischen Geräten.
Diakon: (gr. Diener)
Inhaber eines kirchlichen Amtes, das
ihn durch die entsprechende Weihe
befähigt, feierlich die Taufe zu spenden,
die Eucharistie auszuteilen, der
Eheschließung zu assistieren,
die Krankenkommunion zu überbringen,
dem Gottesdienst und Gebet der Gläubigen
vorzustehen, zu predigen,
den Beerdigungsritus zu leiten. Beim
feierlichen Gottesdienst übernimmt
er bestimmte Funktionen
(z. B. Verkündigung des Evangeliums). Sein
Amtszeichen ist die Diakonenstola.
Evangelium: (gr. Frohe Botschaft,
gute Nachricht). Im Wortgottesdienst der Messfeier
wird grundsätzlich ein Abschnitt (Perikope) aus
einem der vier Evangelien verkündet, der abgekürzt
selbst einfach „Evangelium“ genannt wird.
Die vier Evangelien (nach Matthäus, Markus, Lukas,
Johannes) berichten vom Leben und Wirken Jesu.
Friedensgruß:
Ausdruck brüderlicher Gemeinschaft
der Getauften (Röm 16,16) in Form
einer Umarmung (Bruderkuss z. B.
bei Priestern) oder Handreichung.
Bevor man an den Tisch des Herrn tritt
soll man Frieden machen, mit
sich und dem nächsten um offen, ehrlich
und vollständig am Leib des
Herrn teilhaben zu können.
Gloria:
Das Gebet „Ehre sei Gott in der Höhe“
heißt lat. „Gloria in excelsis Deo”.
Das erste Wort „Gloria“ ist zum Namen für
das ganze Gebet im Wortgottesdienst
geworden (vgl. Credo, Sanctus etc.)
Hostie: lat. hostia = Opfergabe
Die Gaben für die Eucharistiefeier sind Brot und Wein.
Beide können daher „hostia“ genannt werden;
wir nennen jedoch nur das Brot „Hostie“. In den ersten
Jahrhunderten der Kirche brachten die Gläubigen große
Brote mit, wenn sie sich zur Feier der Eucharistie versammelten.
Ein Teil davon wurde in der Messe konsekriert und als heilige Speise
ausgeteilt, der Rest beim sogenannten Liebesmahl („Agape“) gegessen
oder an Arme verteilt. Später stellte man kleine, runde Brotstückchen
(=Hostien) her.
Inzensation: Beräucherung mit Weihrauch:
Zeichen der Ehrung. „Inzens einlegen“:
Weihrauchkörner auf die Glut im Weihrauchfass legen.
Kommunion: (lat. Gemeinschaft)
Gemeinschaft der Gläubigen mit Christus und untereinander in der
Eucharistiefeier. Empfang der eucharistischen Gestalten Brot und Wein.
Litanei: (gr. Bittgebet)
Ein sog. Reihengebet, wobei ein Vorbeter Anrufungen
und Anliegen aneinander reiht, auf die die Gemeinde
mit Bittrufen antwortet.
Ministrant: (lat. ministrare = dienen)
Assistent des Priesters bei liturgischen Feiern aller Art. Die Minis
übernehmen neben den Assistenz- auch Kommunikationsaufgaben
und tragen so zum besseren Gelingen und zur feierlichen Gestaltung
der verschiedenen Gottesdienste bei.
Osterzeit: Nennt man die Zeit (50 Tage!) zwischen Ostern und
Pfingsten zur Feier der Auferstehung Jesu.
Prozession: (lat. processio = Zug) Feierlicher Zug der Gemeinde durch
die Kirche oder zu einer Kirche (Wallfahrtsort). Bis in unsere moderne Zeit
hinein haben sich erhalten: Bittprozessionen, Lichterprozessionen,
Fronleichnamsprozessionen. Auch der Gang zur Kommunion
in der Messe ist eine Prozession!
Sakristei: Ein Nebenraum des Kirchengebäudes zur Aufbewahrung der beim
Gottesdienst benötigten Geräte und Gewänder. Treffpunkt der Minis vorm Gottesdienst.
Tabernakel: (lat. Zelt) Gehäuse zur Aufbewahrung der konsekrierten Hostien.
Vesper: (lat. Abend) Kirchliches Abendgebet, bestehend aus Psalmen, einer Schriftlesung,
Antwortgesang, Hymnus und dem Lobgesang Mariens.
Weihrauchfass: Gerät, in dem der Weihrauch während des Gottesdienstes verbannt wird.
Zelebrant: (lat. Feiernder) Der Bischof oder Priester, der in einer
gottesdienstlichen Versammlung den Vorsitz führt. Je nach Gottesdienst
muss das nicht unbedingt ein Priester oder Diakon sein.

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